jugendarbeit

Das Musikkorps Rendsburg ist ein kleiner aber starker, vielseitiger und gemeinnützig
arbeitender Jugendhilfeträger und Kulturförderer. Die nachstehende ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit ist mangels ausreichender Förderung und aufgrund von zuviel professioneller Kultur in der Heimatstadt massiv gefährdet; denn 2005 und 2006 lösten sich schon zwei freie Orchester auf und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es diesen Verein trifft.

Das Musikkorps Rendsburg von 1988 e. V. ist ein eigenständiger Jugendmusikverein mit durchschnittlich 20-30 Mitgliedshaushalten. Der Verein ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und aufgrund seiner „Förderung der Kultur im Bereich der Musik“ rechtlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Seit der Gründung arbeiten ehrenamtlich tätige Mitarbeiter unter Leitung der Eheleute Klink für eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitgestaltung, zu der insbesondere die musikalische Aus- und Fortbildung für Kinder und Jugendliche im fortlaufenden Alter ab 6 Jahren und manchmal auch jüner in Rendsburg gehört. Die Vereinsarbeit ist vielseitig und zum Teil recht komplex; doch die verschiedenen Arbeitsbereiche greifen ineinander über und sorgen für ein sehr soziales Umfeld, das man als familiär bezeichnen kann. Im Musikkorps Rendsburg kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene außerhalb von Ferienzeiten mindestens zweimal wöchentlich zusammen, die fortgeschrittene Truppe meistens auch während der Ferien. 

Musikkorps Rendsburg bei Marschproben auf dem Schulhof

Als Schwerpunkt in der Vereinsarbeit ist die wöchentlich 7-stündige musikalische Aus- und Fortbildung in Praxis und Theorie anzusehen. Für diesen Arbeitsbereich stehen aktive Vereinsmusikanten zur Verfügung, die den Kindern in gruppenangepasster Weise ihr eigenes Wissen an Notenkunde und Praxis am Instrument vermitteln. Durch eine sehr soziales Gruppengefüge, das von einem großen Für- und Miteinader geprägt ist,  finden Neulinge schnell Anschluss und werden von weiteren Mitgliedern gestützt und mitgerissen. Das führt relativ schnell zu großem Lerneifer und ebenso großen Fortschritten in der Musikausbildung.
 
 

Anfängerunterricht in Theorie und Praxis

Da sich das Musikkorps Rendsburg insbesondere auch für die Förderung von Menschen einsetzt, die durch ihre soziale Lebenssituation nur schwer einen Zugang zur Musik und zur Gesellschaft finden können, arbeiten die Mitarbeiter ohne Gegenleistung. Der Verein nimmt einen Beitrag in Höhe von 5 €/mtl. und stellt den Kindern, solange das Zubehör reicht und es  finanziell zu machen ist, die Instrumente und Noten kostenfrei zur Verfügung. Nach erfolgter Ausbildung wird bei der Ausgabe einer Uniform eine geringfügige Nutzungsgebühr genommen. Um das Vereinsmaterial finanzieren zu können, absolvieren die fortgeschrittenen Mitglieder Auftritte gegen geringe Bezahlung, wozu Umzüge, Ständchen und Konzerte bei Veranstaltungen und Großveranstaltungen gehören. Mit anderen Worten, die Kinder finanzieren Freizeit und Zubehör durch musikalischen Einsatz.

  

Die Vereinsproben sind für Gäste offen, so dass Verwandte, passive Mitglieder und ehemalige Musikanten regelmäßig mit Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Besonders Elternteile und Senioren nutzen diese Gelegenheit gern, wodurch sich regelmäßig Menschen zwischen 4 und 80 Jahren bei den Proben einfinden, Interesse füreinander zeigen und austauschen. Während die Musikanten und Mitarbeiter im fortlaufenden Alter von ca. 6 bis 50 Jahren musizieren, unterhält sich die ältere Generation mit Betreuerinnen, verwöhnt die Kleinsten, lauscht der Musik bei den Gesamtproben, beobachtet das Gruppenleben in den Pausen und in der Mannschaft und gibt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen wertvolle Tipps. Nicht selten erkennt die ältere Generation Probleme früher als die Mitarbeiter. Die Akzeptanz der Jugendlichen und die erfahrene Gelassenheit der Senioren ist in verschiedenen Situationen und besonders bei Konflikten äußerst hilfreich. Und das generationsübergreifende, soziale Zusammenspiel sorgt dafür, dass die Senioren von fast allen Kindern nicht nur wie eigene Großeltern begrüßt sondern auf sehr soziale Weise in die Gruppe aufgenommen werden. 
  
Smalltalk mit Senioren

Neben der musikalischen Bildungsarbeit ist man im Musikkorps Rendsburg bestrebt, freundschaftliche Kontakte zu ähnlich gearteten Musikvereinen zu knüpfen und zu pflegen und somit den nationalen und internationalen Jugendaustausch zu ermöglichen. Solche Begegnungen sind ausgesprochen lehrreich; denn nicht zuletzt ist es gerade diesen Begegnungen zu verdanken, dass sich das Musikkorps Rendsburg im Lauf der Jahre von einem traditionellen Spielmannszug in eine attraktive Bläsergruppe mit einem hohen Leistungsniveau bei den Fortgeschrittenen verwandelte. Profimusiker im In- und Ausland loben die musikalische Arbeit und ansonsten fällt der Verein überall positiv auf, weil das soziale Miteinander auch nach außen erkennbar ist.

Ansonsten ist man bemüht, den Kindern eine musikalische Leistungsorientierung zu geben, indem sich der Verein regelmäßig bei Wettstreiten und Verbandsmeisterschaften an ähnlichen Musikgruppen aus dem Spielleutebereich misst. Bei solchen Wettbewerben belegte das Musikkorps Rendsburg zahlreiche vordere Plätze und erzielte u.a. seit 1997 sechzehn mal Gold, Silber oder Bronze auf Landes- und Bundesmeisterschaften, darunter auch den Titel „Meisterkorps 2000 des DBV“.

 
Kurz vor dem Start auf der Deutschen Meisterschaft im Kurfürstlichen Schloss in Mainz 2004
(Diese kleine Mannschaft gewann Silber und Bronze)

Die Leistungserfolge betrachtet die Vereinsleitung als schöne Begleiterscheinungen guter Jugendarbeit; denn die Kinder und Jugendlichen werden vor den Starts nicht auf den Erfolg getrimmt, wie es oft der Fall ist. Im Musikkorps Rendsburg wird die Jugend aber lediglich dazu angespornt, die im Verein gelernte Praxis und Theorie zu Hause eigenverantwortlich zu trainieren und selbstkritisch auf Fehler zu achten, um sich im Ernstfall selbständig an die Ausbilder zu wenden. Natürlich achten in diesen Zeiten auch die Ausbilder auf Fehler und tun etwas dazu, dass sie abgestellt werden, und ebenso natürlich wird kurz vor den Starts das Zusammenspiel trainiert.

Ein Merkmal des Musikkorps Rendsburg ist auch seine Risikobereitschaft. Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen schicken die Rendsburger grundsätzlich alle Musikanten - also auch die schwächeren - an den Start, sofern diese sich in der Vorbereitungsphase genug dafür eingesetzt haben. Die Wettstreitleistungen schwanken dadurch ein wenig; aber es geht der Vereinsleitung nicht um Gold, sondern darum, dass sich die Originaltruppe, welche auf der Straße spielt, an anderen Gruppen orientieren kann. Dieses Vorgehen führt außerdem dazu, dass selbst die Jüngsten schnell eigenverantwortlich handeln, was sich nach den Starts in Kritikgesprächen mit den professionellen Juroren widerspiegelt. Denn diese sprachen dem Musikkorps Rendsburg wiederholt ihre Anerkennung für einzelkämpferische Leistungen der Kinder und Jugendlichen aus und loben den Verein für gutes Niveau und ein sehr starkes Leistungspotential der meistens - im Verhältnis zu anderen Gruppen - recht kleinen Mannschaft. Zurecht; denn die kleine Truppe spielt auch mit nur sechs BläserInnen drei- bis fünfstimmig. Da muss jeder einzelne seinen Part schon ziemlich perfekt beherrschen um die Truppe vorn landen zu lassen. Häufig wird in Kritikgesprächen auch davon ausgegangen, dass eine professionelle Ausbildung erfolgt.

Allerdings konnte der Verein trotz dieser Leistung nich ganz vorn landen. Denn während große, gesponserte oder anderweitig besser geförderte Musikvereine über ein großes Intrumentarium verfügen, war das Musikkorps Rendsburg mangels ausreichender Mittel davon benachteiligt, dass es nur auf Trompeten, Flöten und Lyren spielte - also in Sopranlage. Somit war auch die kleinste Unebenheit zu hören, was bei den anderen Gruppen durch die tieferen Instrumente wegkaschiert wird. Auch die kleine Gruppengröße spielte in der Benachteiligung eine natürliche Rolle; denn oftmals startete das Musikkorps Rendsburg mit nur 10 - 15 Mitgliedern ab 7 Jahren gegen 50-köpfige und noch größere Mannschaften in Erwachsenenklassen. Bei - sagen wir mal 20 Bläsern, fällt es nicht auf, wenn jemand nachlässt, bei 6 fünfstimmig spielenden Bläsern schon. Umso beachtlicher sind die Erfolge des Musikkorps Rendsburg zu bewerten. 

Im Jahr 2005 konnte der Verein die Alt- und Tenorlage z. T. besetzen; aber es fehlen noch einige Instrumente - vor allem Bassinstrumente und eine zur gleichen Zeit stattfindende Verjüngung macht die Anschaffung von Taschentrompeten und Percussion zwingend erforderlich.

  
Klein und Groß in der Freizeit

Um das soziale Zusammenwirken in der Gruppe auch im musikalischen Bereich fördern zu können, organisieren drei bis fünf Jugendleiter ab 16 Jahren regelmäßig verschiedene außermusikalische Aktivitäten zum Selbstkostenpreis für die Mitglieder, zu denen neben Spiel- und Basteltagen, Feierlichkeiten, Museums- und Freizeitparkbesuchen, Nachtwanderungen, Wochenend- und Ferienfahrten auch Fußballturniere unter Spielleuten u. a. gehörten.
  
Jährlich durchgeführtes "Spiel ohne Grenzen"

Fahrten bezuschusst der Verein in der Regel für die aktiven Mitglieder, wenn die Vereinskasse es zulässt. Schließlich haben die Musikanten dieses Geld z. T. selbst eingespielt. Bei den Freizeitaktionen nutzen die Mitarbeiter im MKRD die Gelegenheit, selbst Kind zu sein und nebenbei das Verhalten der Kinder zu beobachten. Da sie sich bei diesen Anlässen nicht auf Musik und Musizieren konzentrieren müssen, tragen Freizeitaktivitäten einen wesentlichen Anteil dazu bei, dass im Verein ein soziales Klima herrscht. Bei diesen Anlässen lernen sich Anfänger und Fortgeschrittene, Trommler und Bläser, Mitarbeiter und Kinder, passive und aktive Mitglieder besser kennen, können sich austauschen und ihre Kritiken immer auf kurzem Weg bei den Mitarbeitern anbringen. Verhaltensauffälligkeiten können besser festgestellt werden und eine gute Vertrauensbasis zu neuen Mitgliedern wird geschaffen. Letztere sind ja im Übungsbetrieb meistens auf ihre Ausbilder fixiert und kennen daher nicht alle Mitarbeiter, was sich bei den Freizeitaktivitäten automatisch ändert. 
 
Soziales Gruppenleben auf einem Rastplatz an der Autobahn - ein Bowlingabend
 
Das Handeln aller Mitarbeiter steht im Dienste gegenseitiger Unterstützung und eines starken Miteinanders, was sich auch auf Kinder und Jugendliche überträgt. Alle sind engagiert das Gemeinwohl im Verein ständig zu verbessern. In den Kindern und Jugendlichen wird durch die soziale und individuell angepasste Gruppenarbeit, Erfolgserlebnisse, Lob und Anerkennung ein gesundes Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein geweckt. Es wird darauf geachtet, dass es keine Verlierer unter den Musikanten gibt, sondern dass jeder seine eigene Leistungsfähigkeit positiv erfahren kann.

Die Kinder lernen im Verein, dass sich ein persönlicher Einsatz für gemeinsame Ziele lohnt. Sie erfahren, dass sie durch eigenen Einsatz Bedürfnisse stillen und Wünsche verwirklichen können. Aber sie lernen auch, dass man zugunsten der Gruppenharmonie Abstriche machen und etwas einsetzen muss. Da fast alle Mitarbeiter bei Auftritten die Mannschaft musizierend verstärken oder als Eltern von Musikanten Betreuerposten übernehmen, können die Kinder sich im Grunde bei allen Vereinszusammenkünften mit Kritiken und Wünschen unmittelbar an die richtige Stelle wenden. Im Einzelfall werden statt Proben auch spontane Gesprächsrunden durchgeführt um z. B. gruppenbelastende Konflikte auf dem schnellsten Wege zu lösen.

Durch praktizierte Demokratie sowie eine vorgelebte Offenheit und Spontanität der Mitarbeiter, ihre Kontinuität und ihr soziales Engagement wird versucht den Kindern und Jugendlichen eine Orientierung zu geben in einer sich rasch wandelnden Welt, und das nicht nur in Bezug auf das Musizieren sondern insbesondere in Bezug auf ein starkes Mit- und Füreinander für gemeinsame Ziele.

   
Ausgetobt - die Hinreise ist laut und lebendig, die Rückreise mäuschenstill
 

Im Musikkorps Rendsburg lernt die Jugend, dass jeder wichtig ist und es auf jeden einzelnen ankommt, wenn bestimmte Ziele verwirklicht werden sollen. Ein beliebtes Ziel der Kinder ist es, ähnlich geartete Gruppen zu besuchen oder Gastgeber für sie zu sein.
 
Zu Gast in Werder/Havel und als Gastgeber bei einem Open Air Musikfestival im Rahmen des Stadtfestes

Da sich die Mitglieder rund um die Uhr gern an der Betreuung und anfallenden Arbeiten beteiligen, konnte das Musikkorps Rendsburg von 2000 - 2004  fünf Großveranstaltungen namens „Klingende Herbstparade“ für das Stadtfest „Rendsburger Herbst“ organisieren und durchführen.
  
Aufbau Sammel- und Infozelt

    
Räumen der Unterkünfte - Nachtwache in der Unterkunft am Morgen

Unterkünfte, Festplatz und Beschallung sowie den finanziellen Rahmen stellte der Stadtfestveranstalter zur Verfügung, alles andere ordneten die Mitglieder eigenständig. Im Jahr 2002 erweiterte man die Veranstaltung um den Wettstreit, 1. int. offene norddeutsche Meisterschaft, welche unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Heide Simonis stand. An den Klingenden Herbstparaden waren jedes Jahr mehrere hundert Musiker bzw. eine zweistellige Anzal Musikvereine verschiedener Art beteiligt, die aus Österreich, Schweden, Dänemark und sechs Bundesländern ebenso anreisten wie Landesverbände, die LandesArbeitsGemeinschaft Jugendmusik und der Deutsche Bundesverband für Musikzüge. Auch ein Militärorchester, welches Wachablösungen am schwedischen Königshaus begleitet, sowie ein erfolgreicher Starter an Weltmeisterschaften für Marchingbands waren dabei. W
eitere Interessenten gab es in weiteren Teilen des Bundesgebietes, in Norwegen, Holland und Frankreich, so dass diese Veranstaltung sich in kürzester Zeit einen guten und fast europaweiten Ruf machte. Indirekt bestand schon Kontakt zum Edingburg Tattoo.

  
Der Festplatz beim Aufmarsch der Teilnehmer an der Klingenden Herbstparade 2004

Ziele bei der Organisation solcher Open Air Musikfestivale waren für das Musikkorps Rendsburg die Kulturveranstaltung selbst, die Möglichkeit effektive Nachwuchswerbung im Publikum zu betreiben, freundschaftliche Beziehungen zu gleichgearteten Gruppen zu knüpfen und einen regen Jugendaustausch auf europäischer Ebene zu ermöglichen. Die Kinder orientieren sich gern an anderen Vereinen und stecken sich hierbei eigene Ziele für ihren Verein. Für eine bestmögliche Betreuung und Dolmetschertätigkeiten hatte das Musikkorps Rendsburg Verstärkung von der Sydslesvig Forening, der Nederlandsen Vereniging, der Jugendfeuerwehr Büdelsdorf und den beiden Bundeswehrkasernen in Rendsburg.
  
Sammeln in der Eiderkaserne zur Parade

Auf diese Weise konnten mindestens 50 bis weit über 100 Helfer an den Veranstaltungstagen eingesetzt werden. Die 30-40 großen und kleinen Mitglieder des Musikkorps Rendsburg standen jeweils ganztags von Mittwoch bis einschl. Montag zur Verfügung für Auf- und Abbauarbeiten an Infozelten im Stadtseegelände und Schulunterkünften, für die Betreuung und Verpflegung der Musikzüge, für das Verteilen von Nachwuchswerbung, für eigene Konzerte u. v. a. m..  Der komplette Raumschmuck wie Girlanden und Plakate u. a. wurden von den Kindern in den Sommerferien gebastelt.

 
Begleitung und Betreuung der Gäste - fliegender Wechsel am Schiffbrückenplatz um mit eigenem Verein aufzumarschieren

   
Am fünften Tag harter Arbeit - eigenes Konzert zur Nachwuchswerbung - Abbau und Warten auf Fahrzeuge für die Abfuhr.

Alle Klingende Herbstparaden verliefen durch das starke Engagement der Mitglieder erfolgreich, was dazu führte, dass auf europäischer Ebene Mundpropaganda für sie betrieben wurde. Kritiken gab es so gut wie keine; doch trotzdem wurde das Highlight des Rendsburger Herbstes vom RD Marketing nach der Veranstaltung 2004 gestrichen, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass Musikschulen und andere hauptamtliche Kultureinrichtungen sich im Marketing verbündeten und dagegen stellten. Dabei kostete die letzte Klingende Herbstparade nur 2.900 € zzgl. städtischer Gebühren und Beschallung. Und leider ist der kleine Verein nicht imstande diese Summe aufzubringen, so dass er Abschied nehmen musste. Leidtragend sind Kinder und Jugendliche, welche sich damit identifizierten und alle Kraft gaben.

 

Hunderte von Kindern haben seit 1988 ihre Freizeit im Musikkorps Rendsburg verbracht, welches seit Gründung von Hans-Jürgen und Christina Klink geleitet wird. Laut Aussage der Vereinsleitung war die Vereinsarbeit Jahr für Jahr von anderen Dingen oder Menschen geprägt und bisher wurden stets neue Lösungen erarbeitet und Ziele gesteckt. Allerdings macht die angespannte Wirtschaftslage auch vor der freien und gemeinnützig durchgeführten Jugendhilfe nicht halt, so dass die Vereinsleitung Probleme hat die bisherige Arbeit fortzuführen. Steigende Kosten und rückläufige Zuschüsse bereiten dem Verein große Zukunftssorgen und die Grenze der Belastbarkeit ist bei den Mitgliedern erreicht und z. T. schon überschritten, zumal auch in anderen Vereinen übliche interne Problemlagen natürlich auch noch vorhanden (verändertes Freizeitverhalten in der Knopfdruckgesellschaft).

Ohne Unterstützung von außen, wird sich der Verein nicht mehr lange aufrecht halten können. Dann fehlen in Rendsburg solche Bilder

   
Besuch der beim Spielmannszug der Partnerstadt Rathenow - Weihnachtskonzert Itzehoe (in RD ebenfalls ersatzlos vom Marketing gestrichen)

  
Karnevalsumzüge in Bovenau und Rendsburg/Büdelsdorf

und einigen Kindern und Jugendlichen in Rendsburg fehlt dann so etwas...
 
Kulturelle Erlebnisse


Musikanten aller Länder lassen den Abend gemeinsam ausklingen (Partnerstadt Kristianstad in Schweden)


Kameraden überraschen


Zusammengehörigkeitsgefühl

  
Kameraden-Kuscheln


Millionenpublikum bei Großveranstaltungen

  
Ausflüge und Besichtigungen

  
Freundschaftstreffen und traditionelle Konzerte vor Ort

  
Publikum und Vereinsfestlichkeiten (Hier Halloween-Spielparty mit Übernachtung)

  
Leistungserfolge und Siegerehrungen

  
Museumsbesuche und andere Freizeitaktivitäten

  
Gemeinsames Spiel und Jugendaustausch mit anderen Musikzügen in Unterkünften

   
Gemeinschaftsaktionen mit Gruppenspielen für alle Altersgruppen vom Kindergarten- bis ins Seniorenalter


Spaß an der Freude bei Spaziergängen


Dem Musikkorps Rendsburg geht mangels ausreichender finanzieller Mittel systematisch die Möglichkeit verloren, Vereinsziele weiter zu verwirklichen. Das Beitragsaufkommen ist bei durchschnittlich 15 bis 35 Musikanten niedrig, und die Auftrittseinnahmen reichen nicht für eine sorgenlose Existenzerhaltung; denn die Musikinstrumente, Uniformen, Ausbildungsmaterial etc. sind kostspielig. Da viele Kinder auch noch aus sozialschwachen Verhältnissen stammen, geschieht es häufig, dass geplante Jugendbegegnungsfahrten musikalischer Art gestrichen werden, weil ein paar Mitgliedsfamilien die Kosten nicht aufbringen können, und die Mannschaft ohne sie nicht spielfähig ist. In diesem Fall müssen auch finanziell bessergestellte Kinder zurückbleiben, was natürlich nicht zufriedenstellend sein kann und auch zu Abgängen führt.

  

Dem Musikkorps Rendsburg durch verschiedene Problematiken wertvolle Zielsetzungen verloren, wozu der Jugendaustausch, die Leistungsorientierung bei Wettbewerben und auch Ferienfahrten zählen.

  
Unterkunft in der Ferne - Spaß bei Regenwetter

Ein Verein wie das Musikkorps Rendsburg wird trotz aller Leistungen von mutmaßlichen Sponsoren in Rendsburg nicht zur Kenntnis genommen, obgleich er spendenberechtigt ist. Somit es es schwierig, etwas für die Zukunf zu planen und es kommt nicht selten vor, dass alles eine Weile auf Eis gelegt werden muss. Ohne Ziele kann keine Motivation fürs ehrenamtliche Engagement aufgebracht werden, und so steht am Ende auch eine Einstellung der musikalischen Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche.

Die Breitenkultur in Rendsburg hat bereits die Rendsburger Stadtgarde und das Nord-Ostsee-Blasorchester verloren und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es das Musikkorps Rendsburg trifft. Es werden daher dringend Menschen gesucht, die bereit sind Instrumente zu stiften oder Zuschüsse für besondere Maßnahmen dazu zu geben, damit auch sozialschwache Kinder am relativ teuren Vereinsleben "Musik u. m." teilhaben können.



Die Vereinsmitglieder sind auch gern bereit Gegenleistungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu erbringen. Das könnten z. B. Verkauf von Losen auf Märkten und Messen sein, wenn der Verein aus dem Erlös etwas bekommt. Es könnten auch kostenfreie Auftritte sein, eine Anbringung von Firmenlogos auf der Kleidung oder die Organisation von Musikfestivalen wie die Klingende Herbstparade. Das Musikkorps Rendsburg ist flexibel, seine Mitglieder machen sich gerne stark, wenn es ihrem Vereinsleben zu Gute kommt. Die einzige Bedingung ist, dass erwartete Gegenleistung mit der Kinder- und Jugendarbeit vereinbart werden kann.



Bildmaterial und Informationen über das Musikkorps Rendsburg und seine Arbeit finden Sie auf diesen Seiten über das Button-Menu. Wenn wir Sie mit diesem Artikel nicht davon überzeugen konnten, dass wir Unterstützung von außen brauchen,  dann lesen Sie unseren  Jahresrückblick 2004

Ansprechpartner für das Musikkorps Rendsburg sind Hans-Jürgen und Christina Klink,
zu erreichen unter



oder über unser Kontaktformular



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





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