klingherbstparade

 

Fotoalben der Veranstaltungen 2002 und 2003 

Bilder auf der HP der Engelholm Marchingband


Das Musikkorps Rendsburg


dankt allen Beteiligten Akteuren für ein schönes Musikfest
Wir organisierten in einer Gemeinschaftsaktion mit dem

    
Marketing

als Veranstalter des
Rendsburger Herbstes

Homepage 29. Rendsburger Herbst vom 28.-31.08.2003

 


den Schnupperabend am 28. August 2003
von 18:00 - 20:00 Uhr in der Fußgängerzone
musikalischer Auftakt zum Stadtfest mit fünf Musikzügen und die
4. Klingende Herbstparade
mit vierzehn Musikzügen

am Sonnabend, d. 30. August 2003
von 14:15 - 18:30 Uhr
auf dem Schiffbrückenplatz in Rendsburg
Schirmherr der 4. Klingenden Herbstparade war
Bürgermeister
Andreas Breitner
               
             
 
Stadt Rendsburg

Die Durchführung der Veranstaltung wurde unterstützt von der Eiderkaserne
und der


Moderiert haben Karl Meier und Sandra Folkers
Verantwortlich für Organisation und Durchführung waren Hans-Jürgen und Christina Klink


So stand es in der Landeszeitung
(Miniaturen anklicken zum Vergrößern)
          


Grußworte zur Veranstaltung

 

Bericht:

Das Programm in der Kurzfassung

Donnerstag, d.
28.08.2003

ab 18 Uhr

Fünf Musikzüge trafen sich für ein musikalisches Stelldichein

Donnerstag, d. 28.08.2003

gegen 20 Uhr

Finale am Theatervorplatz

Samstag, d. 30.08.2003

13:00 Uhr

Dirigentenbesprechung im Infozelt Klingende Herbstparade

Samstag, d. 30.08.2003

13:30 Uhr

Platzkonzert und Aufstellung der 550 Teilnehmer im Stadtseegelände am Infozelt zur Parade

Samstag, d. 30.08.2003

13:50 Uhr

Parade durch die Festmeile Rendsburger Herbst

Samstag, d. 30.08.2003

14:15 Uhr

Einmarsch der Parade auf dem Schiffbrückenplatz,
Grußworte 1. Vorsitzender, Hans-Jürgen Klink
Eröffnung durch den Schirmherren, Bürgermeister A. Breitner
Grußwort des Kreisvorsitzenden des MVSH, Thorsten Manthey
Grußwort des DBV-  und SVSH-Präsidenten Wolfgang Ziesmann

Samstag, d. 30.08.2003

ab 14:30 Uhr

Musik & Show der 14 Musikzüge auf dem Schiffbrückenplatz

Samstag, d. 30.08.2003

18:00

Ende der Veranstaltung und Abschlussparade der Teilnehmer durch die Festmeile des Rendsburger Herbstes zum Stadtseegelände

Das Fanfaren- und Majorettencorps Ronnenberg musste aufgrund eines Verkehrsunfalles seine Teilnahme kurzfristig absagen.
Der Musikzug Blau-Weiß Wesselburen stand am Treffpunkt; aber der bestellte Bus kam nicht heran.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Rendsburger Herbst begann für uns nach fast einem Jahr Organisation am Mittwoch, den 27.08.2003. Gegen 18:00 Uhr trafen wir uns im Stadtseegelände, um das Infozelt Klingende Herbstparade für das RD-Marketing aufzubauen, zu schmücken und und dort unsere Generalprobe durchzuführen. Überschattet wurde das durch den Platzwart, der uns aufforderte das Zelt woanders hinzustellen. Wir sollten auf einen Platz wechseln, der viel zu klein war, oder einen anderen Platz nutzen, der vom Vereinsstandort aus nicht einsehbar war. Unsere Musiker standen etwas planlos herum, während Tina und Hansi um den Platz kämpften. Immerhin brauchten wir Platz für fast 600 Musiker. Das Blatt wendete sich nach längerer Diskussion zum Guten, und wir konnten endlich weiter aufbauen und proben. Die Generalprobe fiel aber durch die Störung nur noch kurz aus; denn Tina und Hansi mussten zur Abschlussbesprechung Rendsburger Herbst.

Am Donnerstag, den 28.08.2003 hatten wir ab 14 Uhr damit zu tun Zelte zu schmücken und Pavillone aufzustellen. Dummerweise hatten unsere Jungs es zu eilig. Sie schmissen mehrere Pavillongestänge auf einen Haufen. Bis in den späten Abend tüftelten dann einige Mitglieder, um drei von unseren fünf Pavillonen zum Stehen zu bekommen. Die Wetterprognosen für das Wochenende sahen ja nicht rosig aus.


Bürgermeister Andreas Breitner bei der Eröffnung
dahinter von links: Moderator Karl Meier und unser Vorsitzender
 

Unterbrechen mussten wir die Arbeit, um den Familienschnupperabend in der Innenstadt von 18:00 - 20:00 Uhr musikalisch zu beleben, zusammen mit den Drums & Pipes Eckernförde, der Spielergarde Nygemünster, dem Schleswiger Spielmannszug und der Nortorfer Spielergarde. Das Wetter war leider nicht so toll und die Stadt war nur schlecht besucht. Aber wir zogen das Programm wie geplant durch. Spielleute halten sich an das, was abgemacht ist. 
 


Aufstellung auf dem Schiffbrückenplatz

Am Freitag Vormittag wurden die letzten Arbeiten an Info- und Kaffeezelten durchgeführt und die die Zelte mit Personal besetzt. Kaum fertig, mussten Tina und Hansi zur VIP-Veranstaltung und Rendsburger-Herbsteröffnung. Danach hieß es für alle Aktiven "Schule herrichten"; denn die ersten Gäste waren zu um 17:00 Uhr angemeldet. Es waren die Schweden aus Engelholm, die mit 55 Personen anrückten. Die Verständigung war zwar schwierig; aber mit einer Mischung aus englisch, dänisch, schwedisch und deutsch kamen sie und Tina relativ gut über das Wochenende. Besonders anstrengend war es, mit den Schweden über die Festmeile zu gehen; denn der Musik auf den Plätzen kann man auf dem Rendsburger Herbst fast nirgendwo entgehen, was die ohnehin schwierige Verständigung noch erschwerte.


Fanfaren Corps Nortorf Wilster   

Gegen 23 Uhr reisten die Rathenower Optis und der Spielmannszug Werder/Havel an. Sie richteten sich in aller Ruhe ein, und dann hatte man sich viel zu erzählen. Es wurde eine lange Nacht für die Betreuer. Anja und Tina kamen erst um 4:45 Uhr zu Bett, Rainer etwas früher. Allerdings  bekam man nicht mal das kurze Weilchen Schlaf bis 7 Uhr.  Es fehlte die nötige Ruhe. Die Nachtwachen schliefen hinter einer Trennwand auf dem Flur. Irgend jemand legte sich ein Stück weiter zum Schlafen, weil in der Klasse geschnarcht wurde. Die Geräusche, die seine Matratze von sich gab, ließen keinen Schlaf zu. Außerdem war es lausig kalt und der in der Nacht getrunkene Kaffee sorgte dafür, dass man noch ein paar mal laufen musste. Ab 6:00 Uhr kam schon wieder Leben in die Bude. Die Kinder und Jugendlichen standen auf, und leider kannten sie weder Rücksicht noch Türgriffe. Aus war es mit der Nachtruhe: Aufstehen war angesagt.
 

Einmarsch auf dem Schiffbrückenplatz 

Eine halbe Stunde vor Frühstückszeit (8 Uhr) bemerkten wir, dass sich die Engelholm Marchingband gar nicht rührte, obwohl die anderen Musiker durch die Halle tobten und in den Duschen Krach machten. Wir gingen rüber und sahen, dass die gesamte Truppe wie tot auf ihren Matratzen lag. Anja und Tina  versuchten auf sanfte Tour jemanden zu wecken, der die anderen weckt. Das klappte nicht, und so unterhielten sich die beiden laut und lachten über die teilweise merkwürdige Haltung der Schlafenden.  Aber auch das half nichts. Als dritten Weckversuch pfiff Tina laut auf den Fingern. Sie erntete nur zwei bis drei müde Blicke gefolgt von "Decke über den Kopf ziehen".  


Itzehoer Jugendspielmannszug 

Ohje, die Gäste mussten doch hoch -  was nun? Da kam Tina eine Idee: "Werder/Havel war auf der anderen Seite des Schulgeländes schon am Musizieren!" Flugs liefen Anja und Tina rüber und fragten, ob die Spielleute nicht den Weckdienst übernehmen wollten.  Na ja, der Leiter, unser Rolf, ist kein Kostverächter, und so marschierte Werder/Havel mit "La Le Lu" auf Querflöte, Lyra und Schlagwerk durch die Halle. So schnell haben wir noch keine Gruppe von den Matratzen hüpfen sehen. Kurz darauf konnte es endlich losgehen. Durch das frühe Erwachen hing der Magen ja schon in den Kniekehlen.  Werder/Havel marschierte mit Musik vorweg zum Speisesaal, der Rest folgte nach und nach.


Schalmeienorchester Kiel 

Nach dem Frühstück probten die Gäste auf dem Schulhof für ihre Präsentationen auf dem Schiffbrückenplatz. Unsere Freunde aus Salzgitter kamen gegen 11 Uhr dazu, und mussten am Paradeplatz empfangen werden, weil die Durchfahrt zur Arsenalstraße dort versperrt war. Obendrein gab es Krach mit einem uneinsichtigen PKW-Fahrer, der sich weigerte ein Stück rückwärts zu fahren, damit der Bus in der Einfahrt zum Stadtseegelände wenden konnte. Nach einigem Hin und Her gelang es weiterzufahren. Und die Gäste konnten sich etwas später in der Unterkunft einrichten. Nach dem Mittagessen gegen 12:30/13:00 Uhr reisten auch restlichen Tagesgäste an.  Sie wurden als erstes mit Regen begrüßt. 


Jugend Spielmanns- u. Fanfarenzug Quickborn

Der Musikzug Wesselburen erschien leider nicht. Wie wir später erfuhren, erschien das bestellte Busunternehmen nicht am Treffpunkt. Das Fanfaren- und Majoretten Corps Ronnenberg hatte bereits am Donnerstag wegen eines Verkehrsunfalls absagen müssen.

Spielmannszug Werder/Havel im Stadtseegelände 

Unser Platz und das Infozelt war mit den angereisten 550 Gästen und zusätzlich Publikum wuselig voll.  Es war ein Kraftakt die geplante Dirigentenbesprechung bei Kaffee, Sekt und Sprudel durchzuführen. Aber irgendwie klappte es, man ist ja flexibel. 


Fanfarenzug der Feuerwehr Salzgitter 

Vor dem Zelt gab es ab 13:30 Uhr wie geplant ein Platzkonzert.  Das wurde allerdings von einer Wasserpumpe des Technischen Hilswerk gestört, das auf unserem Platz eigentlich gar nichts zu suchen hatte.  Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Schwierig war es dagegen die Parade auf den Weg zu bringen. Während Hansi mit einem Helferteam zum Aufbau des Schiffbrückenplatzes rüberlief, hatte Tina alle Hände voll zu tun, die Zugbetreuer aus eigenen Reihen und die Schilderträger der Jugendfeuerwehr Büdelsdorf an die Musikzüge zu bringen, damit die Parade pünktlich um 13:50 Uhr starten konnte. Eigentlich war eine Reihenfolge geplant; aber die konnte bei der Enge des Plarzes nicht mehr eingehalten werden. Und so forderte Tina immer die zwei am nächsten stehenden Musikzüge auf loszumarschieren.  Sylvia erhielt den Auftrag, die durcheinander geratene Reihenfolge am Festplatz mitzuteilen, damit die Teilnehmer beim Einmarsch richtig auch richtig angesagt werden. Sie musste dann zwischen Bühne und Pannkookenstraat hin- und herrennen. Als Tina mit der Engelholm Marchingband durch die Unterführung an der weißen Brücke auf den Jungfernstieg kam, musste sie feststellen, dass ein paar unserer Zugbegleiter den Weg über den Paradeplatz genommen hatten. So kam es, das einige Musikzüge aufeinander prallten. Alle drei hatten kräftig Wumm am Schlagzeug drauf.  Meine Güte, war das ein Spektakel.


Engelholm Marchingband Schweden 

Die nächste Behinderung folgte auf dem Fuße. Im Jungfernstieg musste man sich an Warenständern vorbeischlängeln, um kurz darauf festzustellen, dass der Zugang zum Theatervorplatz völlig verbaut war. Ein paar der Paradeteilnehmer bahnten sich trotzdem einen Weg durch das Publikum, während andere den Weg über die Treppen und das Gelände des Theaters wählten. Man konnte ja weder kehrt machen, noch den Umweg über die Tangente nehmen.  Dabei ernteten sie natürlich böse Blicke und auch Schimpfen. Auf der Bühne hatte nämlich gerade das Programm der Niederdeutschen Bühne begonnen. Sowohl die Niederdeutsche Bühne als auch die Musiker fühlten sich gestört. Es ist übel, wenn zwei Programmpunkte des Rendsburger Herbstes voll aufeinander treffen und sich gegenseitig behindern.
 
Entsprechende Kritiken gab es in der darauffolgenden Woche in der Presse, wobei diese sich einseitig gegen unsere Parade wendete. Dabei wäre es doch wesentlich einfacher auf der Bühne eigene Leute zu unterbrechen, als von den 14 vorwiegend jugendlichen Musikzugbetreuern zu erwarten, dass sie ihren 25 - 50 hinter sich marschierenden Gästen während der Parade das Musizieren verbieten. Natürlich ist es Sünde und auch ärgerlich für Darsteller und Publikum, wenn plötzlich 14 Musikzüge mit Musik in ein Theaterstück platzen; aber verhindern können das nur die Programmplaner, indem während dem ca. 10-minütigen Vorbeimarsch kein Programm auf der Bühne angesetzt wird bzw. nur ein kleines Programm, dass ohne Aufwand schnell unterbrochen werden kann, oder indem man der Parade einen anderen Weg zuweist.


Drums & Pipes Eckernförde 

Am Schiffbrückenplatz war zwischenzeitlich der Bär los, die Zeit zwischen Wochenmarkt, Platzreinigung, Absperrung und Einmarsch der Musikzüge ist jedes Jahr äußerst knapp. In diesem Jahr fand Hans-Jürgen Klink trotz unzähliger Absprachen keine Beschallung und auch keinen Ansprechpartner vor. Auf Anruf wurde nur ein Lichttechniker geschickt, der nicht helfen konnte. Die einmarschierenden Musikzüge mussten spontan über den Schlossplatz in die Pankookenstraat umgeleitet und gestoppt werden. Aber nach einigem Stress für Hansi kam jemand für die Beschallung und es ging voran. Mit etwas Verspätung,  die uns am Ende noch viel Ärger bereiten sollte, konnte das Programm auf dem Schiffbrückenplatz beginnen.


Nortorfer Spielergarde 

Der Vorsitzende des Musikkorps Rendsburg, Hans-Jürgen Klink, begrüßte die Musiker und übergab das Mikro an den Schirmherren Bürgermeister Andreas Breitner. Dieser eröffnete die Klingende Herbstparade und sprach sogar ein bisschen schwedisch dabei. Thorsten Manthey vom Musikerverband Schleswig-Holstein und Wolfgang Ziesmann vom Deutschen Bundesverband und von der Spielmannsvereinigung Schleswig-Holstein hielten ein kurzes Grußwort, und danach begannen endlich die Musik- und Showdarbietungen auf dem Schiffbrückenplatz.

Es waren tolle Darbietungen, die gezeigt wurden. Neben Standkonzerten der Vereine, zeigten die Schweden, die Showband Kronsburg, das Fanfaren Corps Nortorf Wilster tolle Showvorführungen. Die Itzehoer Spielleute tanzten bei ihrer Präsentation den Cancan, und die Nortorfer Spielergarde zeigte auf der Klingenden Herbstparade erstmalig ihren Showlauf . 

Trotz des wankelmütigen Wetters blieb das Publikum stehen und spannte bei Regenschauern den Schirm auf. Im Gewühl entdeckten wir u. a. auch Vorstandsmitglieder des Landesmusikverbandes Sachsen-Anhalt, Herr Henke und Steffen Kilian sowie den Geschäftsführer der SVSH, Bernd Stracke mit seiner Frau. Der Besuch war nicht angekündigt, aber wir haben uns umso mehr über ihn gefreut; denn schon im letzten Jahr waren die Herren der Verbände in Rendsburg dabei. Eine nette Überraschung, hätten wir davon gewusst, hätten wir auch um ein Grußwort aus Sachsen-Anhalt gebeten.

Moderiert wurde das Festplatz-Programm in gewohnt gekonnter Weise von Karl Meier, der sich schon seit dem Jahr 2000 dafür zur Verfügung stellte. Leider musste er sich gegen 16:00 Uhr verabschieden; aber für ihn sprang  - sozusagen aus eigenen Reihen - Ersatz ein. Sandra Folkers, eine ehemalige Spielerin von uns, ergriff die Initiative und moderierte ebenfalls gekonnt den Rest der Veranstaltung.


Einmarsch 

Für Hansi gab es im Lauf des Nachmittags aber weiter Extremstress auf der Bühne. Dort rüstete man auf für das Abendprogramm. Es gefiel den Technikern gar nicht, dass unsere Veranstaltung nebenbei lief und wir die Bühne für die Moderation brauchten, und entsprechend bemeckerten sie das. Hansi musste sich persönlich und via Handy einiges bieten lassen, so dass er Schwierigkeiten hatte Ruhe zu bewahren. Aber er schaffte es, und nachdem auch die Platzwartin Brigitte Thate  sich für uns einsetzte, konnten wir unser Programm konstant durchziehen.


Vorsitzender H.-J. Klink, Platzordner Rainer Scheel 

Größtenteils blieb es während der Veranstaltung trocken, leichte Schauer trübten zwar die Darbietungen; aber die Quickborner hatten richtiges Pech und mussten abrücken, weil es aus Eimern kübelte. Die übrigen Vereine blieben relativ trocken.

Hansis Stress auf der Bühne steigerte sich vor dem Finale noch einmal, als festgestellt wurde, dass wir überziehen mussten. Nun verlangte man gar, dass die Veranstaltung abgebrochen wird. Nach ein paar deutlichen Worten von Hansi und Tina kehrte endlich Ruhe ein und man ließ uns die Veranstaltung in Ruhe zu Ende bringen. Immerhin war es nicht unsere Schuld, dass wir später anfangen mussten, und eine halbe Stunde ist nicht zuviel Überziehung für eine solche Veranstaltung.


Showband Kronsburg 

Um 18:30 Uhr marschierten wir also vom Platz. Die Abschlussparade wurde abgekürzt, um keinen weiteren Stress am Theater ausgeliefert zu sein. Polizeigeleit war sowieso nicht vorhanden, und so marschierten wir auf eigene Faust am Rathaus vorbei direkt zum Stadtseegelände, wobei unsere Mitarbeiter die Parade vor dem Autoverkehr sichern mussten.  Die Musikzüge erhielten an unserem Zelt wie immer alkoholfreie Getränke zum Abschluss und die beiden Schalmaienorchester gaben ein kleines Abschlusskonzert am Infozelt. Als sich die Tagesgäste nach und nach verabschiedeten, gab es trotz des Wetters einige positive Rückmeldungen. Das Musikkorps Rendsburg konnte sich über ein paar Gegeneinladungen freuen. 


Schleswiger Spielmannszug 

Nun freuten wir uns auf das Abendbrot. Aber, was war das? Die Schweden waren weg, und uns fiel ein, dass sie auch beim Finale und der Abschlussparade nicht mehr dabei gewesen waren. In der Unterkunft fanden wir dann lediglich ihr Gepäck, von den Musikern keine Spur. Auch beim anstehenden Abendessen trudelten sie nicht ein, und wir erfuhren in der Eiderkaserne, dass sie vorzeitig gegessen hatten. Waren sie etwa sauer, weil Tina auf dem Platz keine Zeit für sie hatte? Oh je, haben wir gegrübelt. Aber dann ging plötzlich Tinas Handy. Sie wurde im Stadtseegelände gesucht, weil es Verständigungsprobleme gab. Tinas Füße lebten zwar gar nicht mehr; aber sie machte sich schnell auf den Weg, um zu sehen, was los ist.


Schalmeienorchester Rathenower Optis 

Da standen unsere schwedischen Gäste mit Instrumenten und wollten mit ihrer Bigband ein Konzert in unserem Zelt geben. Verständlich, wenn man bedenkt, wie wenig doch 10 Minuten musikalischer Einsatz auf dem Schiffbrückenplatz gegen die 7-stündige Anreise und ein Wochenende auf eigene Kosten ist.  Tische und Bänke waren flugs beiseite geräumt und die Beschallungsanlage der Schweden wurde aufgebaut. Was uns an diesem Abend geboten wurde, war Big Band Sound vom Feinsten, mit allem drum und dran. Die Sängerin, Linda, wurde dabei besonders bewundert. Obwohl es bei uns nur Kaffee und Alkoholfreies gab, wurden der Platz und die Pavillone auf die Schnelle mit Publikum gefüllt. Es gab am Sonnabend Abend keinen freien Platz mehr auf F11 im Stadtseegelände.


Bigband der Engelholm Marchingband mit Sängerin Linda
abends im Infozelt Klingende Herbstparade

Nach dem Konzert konnten wir anfangen die Stände zu schließen. Der Abend klang in der Unterkunft aus; aber auch nicht ganz ohne Stress. Anwohner hatten die Polizei gerufen, weil es an der Schule geklirrt hatte, als ob Fenster zerschlagen wurden. Die rückte mit großem Aufgebot an, und Tina kam gerade dazu, als eine Gruppe der Schweden, die ja kaum deutsch sprachen, von mehreren Polizisten aus drei Streifenwagen umzingelt wurden. Die Situation war heikel, wir wussten ja nichts von Vorfällen auf dem Stadtfest. Tina rettete die Situation, und fungierte als Dolmetscher, beruhigte Polizisten und Schweden, und am Ende stellte sich heraus, dass nur die Mülltonne vor der Sporthalle ausgehakt und auf den Boden gefallen war. Dabei gingen ein paar leere Flaschen zu Bruch. Was für´n Schreck in der Abendstunde; aber auch eine tolle Reaktion der Polizei. Sie war schnell zur Stelle und griff durch. Die schwedischen Leiter, die erst später drauf zu kamen fragten nach, warum die Polizei in Deutschland so schlecht als Polizei zu erkennen ist.


Spielergarde Nygemünster 

Gegen 2:00 Uhr dankte Tina ab, weil sie einfach k. o. war. Manni übernahm ihre Nachtwache. Tina war Sonntag froh darüber; denn es war eine wohl lebhafte Nacht mit wiederum nur 1,5 Stunden Schlaf für die Nachtwachen. Einige Mitglieder vom Fanfarenzug Salzgitter waren auch recht sauer darüber. 

Auf dem Flur wurde nämlich bis morgens um drei laut geschwatzt und gesungen, so dass man in den Klassen nicht schlafen konnte. Als dann endlich Ruhe war, und man gerade einigermaßen schlief, wurden leise alle Klassentüren geöffnet. Dann machte es ein paar mal "Klick" und die Engelholm Marchingband legte in voller Lautstärke los. Es war gerade mal  4:25 Uhr, und es soll geklungen haben, als ob ein Panzer das Haus überrollt. Naja, die jugendlichen Schweden rächten sich ja nur für das unsanfte Wecken am Vortag. Wir erklärten unseren Musikfreunden aus Salzgitter, was am Tag zuvor den Schweden passiert war, und dann waren sie auch wieder fröhlich wie immer; aber kaputt. Nun gut, ganz fair war es nicht, man hätte auch später wecken können; aber so ist die Jugend nun mal. Unsere Jugendlichen würden das auch bringen.

Nach dem Frühstück am Sonntag wurde die Halle geräumt und die Schweden reisten ab. Werder/Havel und die Rathenower Optis zogen nach Rücksprache mit der Platzwartin des Schiffbrückenplatzes noch mit Musik durch die Stadt, um beim Kinderflohmarkt ein Konzert zu geben. Leider war dort unverhofft moderiertes Programm, so dass Frau Thate uns wieder absagen musste. Aber wir disponierten schnell um und zogen weiter zu unserem Infozelt. Mittlerweile war die Kirchenzeit ja vorbei, so hatten wir auch mal ein Frühschoppenkonzert beim Musikkorps Rendsburg und konnten mit dem Verkauf von Kaffee und Sprudel die Vereinskasse zu Gunsten unserer Jugendarbeit ein bisschen aufstocken.

Nach dem Mittagessen reisten auch die letzten Gäste ab und wir machten uns daran die Schule wieder schultauglich herzurichten. Dazu gekommen waren unsere Kinder und Jugendlichen. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie die Schule aufgeräumt war und die Möbel an ihrem Platz standen. Am Ende zeugten nur noch drei Müllsäcke davon, dass Gäste da gewesen sind. Der Hausmeister zeigte sich begeistert, und so konnten wir den Rendsburger-Herbst-Teil "4. Klingende Herbstparade" um 14:00 Uhr mit Ausnahme von Abbauarbeiten am Infozelt abhaken.  Den Nachmittag verbrachten wir größtenteils am Stand, wo wir um 15:00 Uhr noch ein einstündiges Konzert für unsere Fans gaben. Durch das Musikfest und die Zugbetreuung kommen unsere eigenen Präsentationen zum Rendsburger Herbst ja viel zu kurz. Aber unser Konzert zog  viele fremde Zuschauer an, so dass es trotz aller Strapazen der Vortage Spaß machte.

Der Rest des Tages lief an den ermüdeten Mitarbeitern irgendwie vorbei.  Nur das Verkaufspersonal und ein paar Helfer waren noch emsig am Wirken. Als wir sahen, dass gegen sechs Uhr schon viele Vereine im Stadtseegelände abgebaut hatten und wir allein auf weiter Flur waren, bauten auch wir gegen 19:30 Uhr ab. Wieder kamen unsere Kiddies dazu und packten mit an. Wir konnten uns dadurch sogar in aller Ruhe das Feuerwerk am Obereiderhafen ansehen, von dem wir seit einigen Jahren nichts mehr hatten, seitdem es aus dem Stadtseegelände verlegt wurde. Allerdings hatten wir uns mehr davon versprochen.

Wir vermissten am Obereiderhafen die kuschelige Atmosphäre. Das Feuerwerk war zwar todschick; aber die Leute standen nicht so dicht an dicht wie im Stadtseegelände, es war daher kühl. Die früher üblichen "Ahs" und "Ohs" der Zuschauer waren nur ein oder zweimal wage zu vernehmen.  Auch geklatscht wurde kaum. Hinterher gingen wir zurück und bauten die Reste unserer Zelte ab. Zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte war der Rendsburger Herbst noch am Sonntag für uns vorbei.

Ein hartes aber auch schönes Wochenende liegt hinter uns. Ein Jahr Organisation mit monatlichen Sitzungen und viel Arbeit für die Mitarbeiter und Kinder ist abgeschlossen. Nun bleibt uns nur die Erinnerung an eine schöne Veranstaltung, die wir mit Freuden für unsere Besucher, die Stadt Rendsburg und das RD-Marketing durchgeführt haben. Das Musikkorps Rendsburg war zwar federführend tätig; aber funktioniert hat die Klingende Herbstparade nur mit Menschen, die sich für die Sache einsetzten. Aus diesem Grunde danken wir an dieser Stelle allen Beteiligten und insbesondere 

...den Musikzügen, für die Übernahme der Anreise- und Verpflegungskosten und für das Durchhaltevermögen bei Regenwetter, um Rendsburg zum Klingen zu bringen,

...dem Arbeitskreis Klingende Herbstparade für die Teilnahme an monatlichen Sitzungen, Abarbeiten der Checklisten und den Einsatz bei der Durchführung der Veranstaltung

...Herrn Bürgermeister Andreas Breitner für die Übernahme der Schirmherrschaft, sein persönliches Erscheinen und die Eröffnung der Veranstaltung

...dem Vorsitzenden des Deutschen Bundesverbandes und der Spielmannsvereinigung SH, Wolfgang Ziesmann, und dem Vorsitzenden des Musikerverbandes Schl.-Holst. Kreis RD-Eck, Thorsten Manthey für die Grußworte.

...Karl Meier und Sandra Folkers für die Moderation 

...der Stadt Rendsburg, in Personen: Frau Stäcker, Herrn Obersteller sowie den Hausmeistern des HeLaGymnasiums für die tatkräftige Unterstützung bei der Unterbringung unserer Gäste. Die Unterkunft war hervorragend, die auswärtigen Gäste zufrieden.

...der Eiderkaserne und der Jugendfeuerwehr Büdelsdorf für die personalentlastende Unterstützung bei der Durchführung

...den Radiosendern, dem Fernsehen und der Presse für die Ankündigung der Veranstaltung.

...der Platzwartin des Schiffbrückenplatzes, Brigitte Thate für Unterstützung

...unserem Publikum für den Applaus und das Durchhalten trotz wechselhaftem Wetter

...dem Landesvorstand Sachsen-Anhalt für den Überraschungsbesuch auf der Veranstaltung

...dem nicht mehr existierendem Förderkreis Rendsburg e. V. für die Unterstützung von Juni 2000 bis April 2003

... dem neugegründeten RD-Marketing als RD-Herbst-Veranstalter ab dem Jahr 2003

...und unseren eigenen großen und kleinen Musikern, freien Mitarbeitern im Musikkorps Rendsburg sowie den vielen Helfern vor und hinter den Kulissen für den Feuereifer, das Durchhaltevermögen und  den Teamgeist

Ob es weitere Klingende Herbstparaden geben wird, steht derzeit nicht fest. Das Musikkorps Rendsburg scheut keine Mühen dazu; aber es muss nun Rückmeldungen des RD-Marketing abwarten, weil das eine oder andere nicht zufriedenstellend funktioniert hat. Falls das RD - Marketing zustimmt, könnten wir im kommenden Jahr unser erstes kleines Jubiläum feiern,

5 Jahre Klingende Herbstparade in Rendsburg

Der Vorstand

P. S.: Sollten wir vergessen haben, jemandem zu danken, dann tut es uns aufrichtig leid. Beschwert Euch bei uns, und wir werden die Panne richten.

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